Kreisarchiv und Kreisarchäologie Göppingen

1993 bezogen das Kreisarchiv Göppingen und die seit 1985 zugeordnete Kreisarchäologie eigens dafür eingerichtete Räume im durch den Landkreis renovierten Schloss Filseck. Kreisarchiv und Kreisarchäologie bilden die Kulturabteilung des Landratsamts Göppingen. Diese fördert auch die historische Bildungsarbeit im Kreis und nimmt aktiv an ihr teil, z.B. durch Publikationen, Vorträge, Führungen und Ausstellungen.

Das Kreisarchiv Göppingen ist insbesondere das Kompetenz- und Kommunikationszentrum für Fragen zu Geschichte und Kultur des Landkreises Göppingen. Dort werden kreisgeschichtlich bedeutende Unterlagen verwahrt, erschlossen und für die Benutzung zugänglich gemacht. Damit bildet das Kreisarchiv das "Gedächtnis" der Landkreisverwaltung, seine Unterlagen gehen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Das Archivgut und die umfangreiche Fachbibliothek können durch Bevölkerung, Medien und Geschichtsforschung genutzt werden. Der Kreisarchivar ist zudem der Geschäftsführer der Stauferstiftung Göppingen.

Die Kreisarchäologie kümmert sich um die Geschichtsquellen, die im Boden verborgen und bewahrt sind. Wenn Bodendenkmäler durch Baumaßnahmen gefährdet sind, werden zutage getretene Baureste dokumentiert und Funde geborgen. Alle ermittelten Daten fließen in das archäologische Ortsaktenregister des Landkreises Göppingen ein. Die Kreisarchäologie erfüllt für den Landkreis zudem die Aufgaben einer unteren Denkmalbehörde. Seit vielen Jahren sind zahlreiche ehrenamtliche Helfer und Fachstudenten in der Kreisarchäologie engagiert. Sie unterstützen den Kreisarchäologen bei Geländearbeiten, der Aufbereitung und Inventarisation der Fundmaterialien sowie bei Geländeerkundungen und in der Öffentlichkeitsarbeit.